
Tromsø liegt nördlich des Polarkreises und hat sich damit abgefunden, dass die Sonne von November bis Januar nicht aufgeht. Die Stadt leuchtet trotzdem — in warmen Cafés, in bunten Holzhäusern am Hafen, und manchmal, wenn man Glück hat, in grünen und violetten Bändern über dem Nachthimmel. Das Nordlicht ist kein Spektakel, das man bucht. Es ist etwas, auf das man wartet, dem man entgegenlebt — und das umso mehr bedeutet, wenn es kommt.
Wer weiter fährt, in die Lofoten-Inseln im Winter, erlebt eine Stille, die sich körperlich anfühlt. Schneebedeckte Berge stürzen direkt ins Meer, in den Fischerdörfern hängen Stockfische zum Trocknen, und die wenigen anderen Reisenden wirken wie Eingeweihte eines Geheimnisses. Hundeschlitten-Touren durch die Finnmark, Eisfischen auf gefrorenen Seen, Saunen am Fjordrand — Norwegen im Winter ist kein Kompromiss. Es ist die Hauptsaison für alle, die wirklich ankommen wollen.
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